Wechseljahre

Was genau sind die Wechseljahre bzw das Klimakterium?

Der Begriff Wechseljahre oder auch Klimakterium bezeichnet die gesamte Zeit der hormonellen Umstellung vor und nach der Menopause.
In der Zeit der Wechseljahre verändert sich der Hormonhaushalt, bis er schließlich wieder ein stabiles, aber neues Niveau erreicht hat.

Wie lange dauern die Wechseljahre?

Viele Frauen werden von den ersten Anzeichen der Wechseljahre überrascht.
Und dann fragt man sich sofort: Wie lange ist die Dauer der Wechseljahre?
Und woran merke ich, dass ich in den Wechseljahren bin, was sind die typischen Anzeichen?

Die durchschnittliche Dauer der Wechseljahre der Frau beträgt etwa 10 Jahre.
Erste Anzeichen der Wechseljahre sind fast immer Hitzewallungen und Zyklusunregelmäßigkeiten.

Beginn der Wechseljahre?

Der genaue Zeitrahmen, in dem die Umstellung stattfindet, kann von Frau zu Frau sehr unterschiedlich sein. Oftmals herrscht schon Unklarheit darüber, welche Phase die Wechseljahre überhaupt beschreiben.

5 – 10 Jahre vor der Menopause beginnt der Eisprung hin und wieder mal auszusetzen, weil die Eistockfollikel, in denen jeden Monat die Eizellen heranreifen, allmählich zur Neige gehen; den Eierstöcken gehen sozusagen die Eier aus. Dieser beschleunigte Follikelverlust setzt bereits mit durchschnittlich +/-37 Jahren ein, damit beginnen die Wechseljahre oft schon mit 37, 38 oder 39 Jahren.

Ein einfacher Wechseljahre-Hormontest kann schnell Klärung bringen, ob bei einer Frau die Wechseljahre begonnen haben.

 

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Viele Frauen werden von den ersten Anzeichen des Klimakteriums überrascht, weil sie nicht damit rechnen, Wechseljahrsbeschwerden zu bekommen noch bevor die letzte Blutung eintritt (Menopause). Aber tatsächlich geht der letzten Periode eine lange Zeit des Übergangs voraus, in welcher  der Körper sich nach und nach umstellt. Begleitet von den typischen Wechseljahrsbeschwerden wie Hitzewallungen mit Herzrasen,  nächtlichen Schweißausbrüchen, Schlafproblemen und Stimmungsschwankungen. Und genau diese Zeit des Übergangs ist auch der eigentliche Höhepunkt der Wechseljahre. Die Beschwerden nehmen meistens mit dem Ende, also der Menopause (letzte Blutung) nach und nach ab.

Nur 1/3 bis 1/4 der Frauen (in den westlichen Ländern) geben an, kaum Wechseljahrsbeschwerden zu erleben.

 

Die Wechseljahre bedeuten eine körperliche und seelische Umwälzung

Bereits vor den ersten Anzeichen der nahenden Wechseljahre beginnt auch im Hypothalamus (wichtige Steuerzentrale des Nervensystems) die hormonelle Umstellung. Der Hypothalamus ist das Schlüsselzentrum für das Erleben von Gefühlen wie Glück, Euphorie – aber auch von Angst oder Wut. Eine gewisse grundsätzliche Reizbarkeit gehört für viele zu den ersten Symptomen für den Beginn der Wechseljahre. Frauen in den Wechseljahren werden oftmals von einem Gefühlschaos zum nächsten getrieben. Die Stimmungsschwankungen bewegen sich von innere Unruhe, Angstzuständen und Panikattacken zu Traurigkeit, Depressionen, zu Ärger, Enttäuschung, dem Gefühl von Überforderung bis hin zur Erschöpfung. Manche Frauen berichten von einem Gefühl der emotionalen Leere und von bleierner Müdigkeit in den Wechseljahren.

Die Aktivierung des ‚emotionalen Zentrums’ ist auch dafür verantwortlich, dass in den Wechseljahren oftmals verdrängte, unverarbeitete Emotionen und Erlebnisse wieder an die Oberfläche rücken. Die hormonelle Umstellung bringt darum manche Frauen in eine Phase, in der sich der Sichtwinkel auf das eigene Leben ändert: bisher  festgemauerte Einstellungen ändern sich, andere Dinge rücken in den Fokus, manche Frauen beginnen auf einmal, ihr gesamtes Leben umzukrempeln.

Die letzte Blutung bzw. Menstruation (Menopause) haben die meisten Frauen in Industrieländern zwischen dem 50. und 52. Lebensjahr. Im Einzelfall kann sich die Menopause aber auch später oder früher einstellen.

 

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