Phasen Wechseljahre

Die 4 Phasen der Wechseljahre

Die 4 Phasen der Wechseljahre heißen Prämenopause, Perimenopause, Menopause und Postmenopause.

Der Beginn der Wechseljahre (Klimakterium) wird eingeleitet von der Prämenopause.

Die Prämenopause liegt meistens zwischen dem 37 und 50. Lebensjahr. Sie ist definiert als die Zeit vor der Menopause – „Prä“ bedeutet vor, und „Menopause“ ist die letzte Blutung, also das Ende der Wechseljahre. Eigentlich beschreibt die Prämenopause so ziemlich das ganze Klimakterium, die ganzen Wechseljahre; ihr folgt nur noch die Perimenopause. Die Perimenopause liegt ein bis zwei Jahre vor und nach der Menopause. „Peri“ hat in medizinischen Begriffen immer den Sinn „drum herum“.

Zu Beginn der Prämenopause in können schon erste Anzeichen und spürbare Veränderungen eintreten, müssen aber nicht. Manche Frauen merken erst mal gar nichts von den Veränderungen, die im Hormonspiegel so nach und nach auftreten.
Meistens fällt aber zunächst einmal auf, dass der Zyklus unregelmäßig wird: Mal ist er länger, dann wieder kürzer. Der Zyklus kann zwischen 12 und 40 Tagen betragen. Mal ist die Periodenblutung stärker, dann schwächer – oder die Periode bleibt lange überfällig, und es gibt nur leichte Schmierblutungen.

Der Anfang der Wechseljahre ist bei den meisten Frauen vor allem bedingt durch die Abnahme des Progesteronspiegels. Da manchmal kein Ei zur endgültigen Reife gelangt, gibt es auch keinen Eisprung. Folglich wird auch kein Progesteron von der Eihülle produziert. Die ersten Anzeichen des beginnenden Klimakeriums sind darum oft bedingt durch Progesteronmangel: Schlafstörungen, Müdigkeit und Erschöpfung, Gewichtszunahme, Stimmungsschwankungen.

Wenn Progesteron im Hormonspiegel fehlt, ist der Einfluss des Östrogen höher. Zudem ist es so, dass das Follikel (Ei) bei der Heranreifung, also der Zeit vor dem Eisprung, Östrogen produziert. Wenn die Reifung nicht abgeschlossen wird, kann es sein dass bei längerem Zyklus ständig Östrogen produziert wird. So kommen zu den Beschwerden durch Progesteronmangel oft gleichzeitig noch die Symptome von Östrogenüberschuss hinzu: PMS Syndrom, Aufgeschwemmt-Sein, empfindliche u. schmerzende Brüste, manchmal pochende Kopfschmerzen.

Gegen Mitte bis Ende der Prämenopause und erst recht in der Perimenopause fällt dann immer öfter die Eireifung aus, bzw. wird abgebrochen. Da dann immer seltener ein Ei zur Reifung gelangt, wird auch deutlich weniger Östrogen produziert. In dieser späteren Phase der Wechseljahre treten vor allem Beschwerden durch Östrogenmangel-Symptome auf: Hitzewallungen mit nächtlichen Schweißausbrüchen, trockene Schleimhäute (Scheidentrockenheit, aber auch Mund- und Augenschleimhäute).

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Durch das fehlende Östrogen nimmt auch die Ausschüttung von FSH (Follikel-Stimulierendes-Hormon) durch die Hypophyse (Steuerzentrum der Botenstoffe) zu, da die Eireifung nicht richtig läuft. Je weniger die Eireifung stattfindet, um so mehr wird die FSH-Ausschüttung aktiviert. Normalerweise hat das FSH die Aufgabe, die Eierstöcke zur Eireifung zu animieren – denn so wird der Monatszyklus in Gang gesetzt. Aber mit der Alterung der Eierstöcke brechen immer öfters die Follikel die Reifung ab. Die Hypophyse versucht immer weiter, die Eierstöcke zu animieren und schickt den Botenstoff FSH. Da in dem Steuerzentrum rund um die Hypophyse aber noch weitere Steuerzentren ansässig sind wie z.B. die Steuerung der Körpertemperatur, des Schlafzyklus, werden diese oft mit aktiviert und es kommt zu Überreaktionen wie Hitzewallungen, Herzrasen, Schlafstörungen.
Die vermehrte Ausschüttung von FSH ist ein wichtiges Indiz für die Wechseljahre, darum wird der FSH-Pegel beim klassischen Wechseljahre-Hormontest in erster Linie als aussagekräftig für den Beginn der Wechseljahre herangezogen.

Menopause ist definiert als die letzte Regelblutung.
Das gilt aber nur, wenn ein Jahr lang keine weitere Monatsblutung mehr stattfindet. Der genaue Zeitpunkt der Menopause lässt sich deshalb nur im Nachhinein festlegen. Hier liegt das durchschnittliche Alter bei 51 Jahren. Die Menopause beschreibt das Ende der Fruchtbarkeit und ist dann erreicht, wenn ein Jahr lang keine Monatsblutungen mehr aufgetreten sind.

Postmenopause ist die Zeit der Wechseljahre, die nach der letzten Blutung folgt. („Post“ bedeutet nach). Der Körper hat sich bis hierhin meistens an die Hormonumstellung gewöhnt und kommt damit gut zurecht. Das heisst – er befindet sich wieder im Gleichgewicht. Die Postmenopause reicht etwa bis zum 65. Lebensjahr. Erst nach dieser Phase spricht man vom beginnenden Alter der Frau.