Ratgeber Wechseljahre 130pix

Der kompakte  Ratgeber
“Wechseljahre. Die typischen Symptome und Beschwerden
...  und was man dagegen tun kann”.

Übersichtliche Informationen zu klassischen und alternativen Therapien und Behandlungsmöglichkeiten. Viele praktische Tips zur Selbsthilfe.
Neue Therapieansätze, und was sie wirklich zu bieten haben.
Broschiert, (Softcover 108 Seiten) für 12.99 EUR oder als E-Book (PDF) für 4,99 EUR.     
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Was sind Lignane?

Lignane sind sekundäre Pflanzenstoffe; also bioaktive Substanzen, die in pflanzlichen Nahrungsmitteln vorkommen, jedoch nicht direkt der Ernährung dienen (wie Eiweiße/Proteine, Kohlehydrate, Fette), sondern  eher eine pharmazeutische Wirkung haben.

Weitere sekundäre Pflanzenstoffe sind zB die scharfen Geschmacksstoffe von Senf oder Meerrettich mit positiver Wirkung aufs Immunsystem, die pflanzlichen Farbstoffe wie Flavonoide oder Karotinoide (in Tomate, Kürbis, Karotte); Saponine in Kokosfett oder in Sojabohne mit wohltuender Wirkung auf Darm und gegen zu viel Gallensäure..

Die Lignane unterscheiden sich vom Aufbau von den anderen sekundären Pflanzenstoffen. Sie sind vor allem in den Zellwänden (in der Kornhülle bei Getreide, oder in Baumrinde) zu finden. Sie werden mit der Nahrung aufgenommen und erst im Darm in die für den Menschen verträgliche Lignanform umgewandelt.
In der europäischen Pflanzenheilkunde wie auch in der traditionellen asiatischen Medizin kommen Lignane schon seit mehr als 1000 Jahren zum Einsatz. Besonders in den letzten Jahrzehnt rücken sie auch in der westlichen Schulmedizin immer mehr in den Brennpunkt der Aufmerksamkeit. Die biologischen Eigenschaften von Lignanen sind umfangreich.
In erster Linie wirken sie als pflanzliche Hormone mit östrogenartiger Wirkung (Phytoöstrogene) und haben eine ausgleichende Wirkung auf den Östrogenhaushalt. Bei Östrogenmangel beheben sie die unangenehmen Mangelsymptome, bei zu viel Östrogen im Körper senken sie den Östrogenspiegel, indem sie die Hormonrezeptoren für Östrogen besetzen.
Darüber hinaus haben Lignane eine stark antioxidative Wirkung. Dies ist insbesondere von großer Bedeutung für die Zellgesundheit und Krebsprävention.


Der gesundheitliche Nutzen
von Lignanen zeigt sich laut neuesten medizinischen Forschungen in den folgenden Bereichen:

  • Linderung von Wechseljahrsbeschwerden
  • Knochengesundheit (gegen Osteoporose)
  • Krebsvorbeugung (insbesondere Brustkrebs, Dickdarmkrebs, Prostatakrebs)
  • unterstützend in der Krebsbehandlung (vor allem bei Brustkrebs, Dickdarmkrebs, Prostatakrebs)
  • Prostatagesundheit (bei Männern)
  • Herzgesundheit
  • Haarausfall
  • Akne
  • Gelenkentzündungen, Arthrose,
    Rheuma in den Wechseljahren

In der traditionellen asiatischen Medizin (China, Japan, Vietnam etc.) werden lignanhaltige Pflanzenextrakte aus Magnolie, Taigawurzel, aus Sesam und anderen schon seit Jahrhunderten für die Gesundheit von Leber u. Galle und als Heilmittel gegen Hepatitis eingesetzt. Aber auch hier ist die wohltuende Wirkung in den Wechseljahren gut bekannt, etwa als Mittel gegen brüchige Knochen nach der Menopause, oder als wirksame Therapie bei ‘aufsteigener Hitze’.

 

Schnelle Wirkung

Tägl. 1 Esslöffel Leinmehl

Wer täglich einen Esslöffel Leinmehl zu sich nimmt, kann nicht nur von der Tagesration an Lignanen profitieren, sondern tut nebenbei auch noch seinem Magen und Darm etwas Gutes.  Denn die gemahlenen Leinsamenhüllen wirken als Ballaststoff, der einerseits eine gesunde Verdauung fördert, andererseits Giftstoffe und Keime aus dem Körper trägt und auch noch vorbeugend vor Dickdarmkrebs wirkt. Zudem kann das aufgequollene Leinmehl noch eine beruhigende Wirkung auf Reizdarm oder Reizmagen zeigen.
 

 

Vorkommen von Lignanen

In Getreide u. Gemüse ...
- Leinsamen (
Leinmehl* / Leinschrot)
- Roggen, Gerste, Weizen, Hafer
- Vollkornreis
- Sojamehl
- Brokkoli

in geringeren Mengen ...
- in Fenchel u. Karotten
- in Kirschen, Birnen

*höchste Konzentration im Leinmehl

 

Lignane als Wunderwaffe gegen den Brustkrebs?

Brustkrebs-Risiko ist ein Thema, das besonders mit den Wechseljahren in den Vordergrund rückt. Und es fällt auf: es sind nicht unbedingt die Frauen betroffen, die dem Ende der Wechseljahre entgegengehen, die bereits ein sehr hohes Alter erreicht haben, bei denen man davon ausgehen kann, dass die Zellgesundheit nachlässt.

Was in den USA schon länger in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt ist: Gerade Frauen zu Beginn der Wechseljahre zeigen ein vermehrtes Risiko auf, an Brustkrebs zu erkranken. Oder aber Frauen, die sich einer Hormontherapie mit künstlichem oder naturidentischen Östrogenen unterzogen haben. (Die kombinierte Therapie Östrogen + Progesteron scheint das Risiko dagegen abzuschwächen). Heute scheint unbestritten: Ein Zuviel an Östrogen erhöht das Risiko, an Brustkrebs und anderen Formen von ungewünschten Zellwucherungen zu erkranken.

Dagegen hat es sich gezeigt, dass es durchaus natürliche Mittel und Wege gibt, das durch Östrogenüberschuss gestiegene Risiko zu vermindern. Gerade die Phytohormone, und insbesondere die Lignane, scheinen dabei eine überragende Rolle zu spielen.
Bisher wurden mehr als 100 Studien veröffentlicht, die die Bioverfügbarkeit und den Metabolismus von Lignanen (Leinsamen-Lignanen) untersucht haben sowie ihre unterschiedlichen positiven Wirkungen auf die Gesundheit von Frauen (und auch Männern). Dabei wurde eindeutig die antikanzerogene (krebsvorbeugende) Wirkung der Leinsamen-Lignane nachgewiesen.
Gerade gegen Brust- und Darmkrebs sollen sie ungemein effektiv sein, sowohl was die vorbeugende Wirkung als auch, was die unterstützende Wirkung bei der Krebstherapie angeht.

Weitere Quellen:
Der wissenschaftliche Ergebnisbericht des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg (2004) hat Leinöl und Leinsamen als Mittel zur Vorbeugung gegen Brust- und Darmkrebs empfohlen.
Leinsamen vermindert das Wachstum von rezeptor-positiven Brustkrebszellen. In einer Studie mit Frauen mit Brustkrebs wurde nach Einnahme von Leinsamen (Lignane)  eine Abnahme der Tumormarker beobachtet.

Lignane in der Ernährung

Eigentlich hat es die Natur so eingerichtet, dass wir Menschen die meisten der für uns wichtigen Vitalstoffe, Enzyme und Hormone locker mit der täglichen Nahrung aufnehmen könnten. Ein ausgewogener Ernährungsplan mit naturbelassenen Lebensmitteln aus unbelastetem Anbau würde vollkommen ausreichen. Aber was früher einmal für so viele Regionen selbstverständlich war, gilt heute oftmals eher für die weniger industrialisierten, ärmeren Länder.
In unserer westlichen Kulturhemisphäre nehmen die meisten Menschen  heutzutage zu wenig Lignane (und andere Vitalstoffe) auf. Das liegt vor allem daran, dass sehr viele Lebensmittel behandelt und in bereits vorverarbeiteter Form vorliegen, und dass unser Getreide zum größten Teil raffiniert ist; bei der Raffinierung werden die Samenhüllen der Körner mit den so wertvollen Pflanzenenzymen entfernt.

Aber es liegt an uns selbst. Es ist ein leichtes, Nahrungsmittel mit wertvollen Lignane in unseren täglichen Speiseplan zu integrieren.  Insbesondere Produkte aus Vollwert-Getreide wie Leinmehl oder geschroteter Leinsamne, Roggenvollkorn oder Roggenkleie enthalten auch in zumutbaren Mengen den täglichen Bedarf an Lignanen bereit.

 

 

 

 

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