Ratgeber Wechseljahre 130pix

Der kompakte  Ratgeber
“Wechseljahre. Die typischen Symptome und Beschwerden
...  und was man dagegen tun kann”.

Übersichtliche Informationen zu klassischen und alternativen Therapien und Behandlungsmöglichkeiten. Viele praktische Tips zur Selbsthilfe.
Neue Therapieansätze, und was sie wirklich zu bieten haben.
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Wann ist ein Hormontest angebracht?


Der Hormonhaushalt verändert sich über die Lebensphasen hinweg

Kaum jemand fragt sich in jungen Jahren, ob die Pubertät schon begonnen hat, wenn die ersten Veränderungen auftreten wie Stimmungsschwankungen, Wachstum der Schamhaare, Wachsen der weibl. Brust usw.
Genauso wurde in vorhergehenden Generationen auch mit den Wechseljahren umgegangen, und das war ganz richtig so; der Prozess galt als ein ganz natürlicher und wurde auch genau als das angesehen.
Heute dagegen klingt ‚Menopause‘ oft mehr nach einem abrupten Statuswechsel. Deshalb wollen viele Frauen die Diagnose auch schnell gestellt haben, etwa so wie bei der Frage: „Bin ich schwanger oder nicht?“. Doch im Gegensatz zur Schwangerschaft, wo es nur schwanger oder nicht-schwanger gibt, gibt es das bisschen Wechseljahre durchaus. Der Beginn der Wechseljahre ist ein schleichender Prozess. Frau ist nicht von heute auf morgen in den Wechseljahren, dies geschieht über Jahre hinweg, der Monatszyklus verändert sich allmählich; die Eierstöcke stellen ihre Tätigkeit nicht plötzlich ein.
 

Wann ist ein Hormontest sinnvoll?

Will frau sicher wissen, ob die Wechseljahre schon im Gange sind, so genügt ein einfacher (und auch kostengünstiger) Wechseljahre-Hormontest, der in erster Linie den FSH-Wert misst.
Ein (breiter gefächerter) Hormontest ist dann angebracht, wenn es  Symptome, Erscheinungen oder Beschwerden gibt, die auf einem Ungleichgewicht bestimmter Hormone basieren  wie bei unerfülltem Schwangerschaftswunsch, oder bei Beschwerden durch Östrogenüberschuss oder starkem Östrogenmangel.

Meistens ist es der Hausarzt, Frauenarzt oder Hormonspezialist, der den Hormontest anleitet und auch durchführen lässt. Aber es  gibt immer häufiger die Möglichkeit, Speichel-Hormontest-Kits im Internet zu bestellen und den Test dann selbst durchzuführen. (Die individuelle Analyse sowie die dann evtl. notwenige Therapie muss aber dennoch der eigene Arzt durchführen).
 

Was beim Hormontest beachten werden sollte?

Der individuelle Hormonspiegel ist nicht zu jeder Zeit gleich; naturgemäß verändert er sich  innerhalb des Monatszyklus, und er schwankt sogar innerhalb eines Tages. So können die Werte eines morgendlichen Hormontests schon am Abend leicht anders aussehen, und 10 Tage später ganz anders. 
Deshalb ist es meist ratsam, mehr als einen Test durchzuführen.
Auch gibt es keine Standartwerte für die weibliche ‚Wohlfühl-Hormonbalance‘. Schon in den Hochjahren der weiblichen Fruchtbarkeit, also dann, wenn wir unseren Hormonhaushalt als Normwert unserer Weiblichkeit annehmen, ist der Spiegel der jeweiligen Geschlechtshormone von Frau zu Frau individuell unterschiedlich. Im Grunde wäre es ideal, wenn man diese Werte schon viele Jahre vorher gemessen hätte, um später die Ergebnisse des Hormontests damit vergleichen zu können. Denn was für die eine Frau eine starke Abweichung von ihre idealen Werten bedeutet, kann für die andere das exzellente Hormongleichgewicht beschreiben.
Allerdings werden sich starke Hormondefizite oder ein starker Überschuss bei jeder Frau im Hormontest deutlich abzeichnen, und wenn diese starken Abweichungen vorliegen, wird es sicherlich auch Symptome und körperliche Beschwerden geben, die man dann klar identifizieren kann.

Wer einfach nur wissen will, ob er sich den Wechseljahren schon nähert, dem genügt meistens schon der einfache Wechseljahre-Hormontest. Dieser ist deutlicher günstiger als ein Test zur Analyse des gesamten Hormonspiegels.
Die gesetzliche Krankenkasse bezahlt den Hormontest nur in den seltensten Fällen, etwa dann, wenn er als Indikation für eine krankhafte Veränderung notwendig ist, oder wenn sehr starke Beschwerden vorliegen.
 

Welche Arten von Hormontests gibt es?

Der einfache Wechseljahre-Hormontest
ermittelt anhand vom FSH-Wert , ob die Eierstocktätigkeit langsam nachlässt. Wenn schon länger kein Eisprung mehr stattgefunden hat, dann produziert die Hypophyse vermehrt  von dem  Follikel-stimulierenden-Hormon FSH, um damit die Reifung der Eibläschen zu unterstützen. Darum ist ein hoher FSH-Wert ein deutliches Anzeichen vom Eintritt in die Wechseljahre.
Ein einziger Test reicht meistens nicht aus, weil der FSH- als auch der Östrogengehalt stark schwanken im Laufe eines Zyklus. Es sollten darum mehrere Tests zu verschiedenen Zeitpunkten im Zyklus durchgeführt werden.

Die Hormon-Analyse
Wenn um die Wechseljahre stärkere Beschwerden vorliegen, dann werden meistens Schwankungen im Spiegel der Geschlechtshormone dafür verantwortlich gemacht. Diese Hormone arbeiten auf mehreren Ebenen als Gegenspieler; bevor man in dieses empfindliche Gleichgewicht eingreift, etwa indem man Östrogen zuführt, sollte man die Werte ermitteln. Ein einfacher FSH-Test reicht hier nicht mehr aus – die gesamte Hormonbalance muss analysiert werden. Am aussagekräftigsten ist ein Test über die freien Anteile an Östrogen, Progesteron und Testosteron.
Wichtig ist hierbei, die freien Hormone im Blut zu messen - die normalen Bluttests messen oftmals sowohl die freien als auch die gebundenen Hormone; das führt zu falschen Aussagen.
Nur 1 Test allein reicht dabei nicht aus, denn der Hormonspiegel schwankt sowohl nach Tageszeit als auch über verschiedene Zyklen hinweg. Man sollte mindestens 2 Tests durchführen lassen, und dies am besten jeweils zwischen dem 20. und 23. Zyklustag und jeweils am frühen Morgen.

Bei der Hormonanalyse gilt es zu unterscheiden:

Der Bluttest
Der Bluttest wird beim Arzt durchgeführt. Die meisten Krankenkassen zahlen eher den Bluttest als den Speicheltest. Beim Bluttest sollte man darauf bestehen, auch wirklich die freien Hormone testen zu lassen.

Der Speicheltest
Der Speichel-Hormontest ist in der Regel genauer als der Bluttest, weil er nur die wirklich freien und damit verfügbaren Hormone misst, also sozusagen nur die wirksamen Hormone.
Zudem sind Speichel-Hormontests sehr praktisch in der Durchführung; man muss nicht aus dem Haus, hat keinen großen Zeitaufwand, muss keinen Termin vereinbaren und einhalten. Einfach nur der Speichel wird entnommen (keine Spritze, kein Einstich!, kein Blut) und an das Labor zur Auswertung weitergeleitet. Und sie sind zu jeder Zeit durchführbar (gerade der frühe Morgen direkt nach dem Aufstehen gilt als Testzeitpunkt ideal).

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