Ratgeber Wechseljahre 130pix

Der kompakte  Ratgeber
“Wechseljahre. Die typischen Symptome und Beschwerden
...  und was man dagegen tun kann”.

Übersichtliche Informationen zu klassischen und alternativen Therapien und Behandlungsmöglichkeiten. Viele praktische Tips zur Selbsthilfe.
Neue Therapieansätze, und was sie wirklich zu bieten haben.
Broschiert, (Softcover 108 Seiten) für 12.99 EUR oder als E-Book (PDF) für 4,99 EUR.     
hier erhältlich

 


Testosteron (Androgene)

Testosteron sowie auch die anderen Androgene sind  ein natürlicher Bestandteil des weiblichen Körpers, genauso wie auch weibliche Hormone im männlichen Körper gebildet werden.
Sowohl im männlichen als auch im weiblichen Körper kommen, natürlich in gänzlich unterschiedlichen Konzentrationen - vier Androgene vor:

  • Testosteron
  • Androstendion
  • Androsteron
  • Dehydroepiandrosteron (DHEA)

Frauen produzieren kleinere Mengen Androgene in den Eierstöcken und der Nebennierenrinde.
Wenn die Eierstöcke ihre Funktion eingestellt haben, werden Androgene der Nebenniere im Fettgewebe verstärkt in Östradiol und Östriol umgewandelt, um einen Rest-Östrogenspiegel zu gewährleisten.
Dennoch nimmt der Einfluss der Androgene mit dem Ende der Östrogen- und Progesteronproduktion in den Wechseljahren zu. Der verstärkte Einfluss männlicher Hormone kann z.B. zu einer verstärkten Körperbehaarung (Bartwuchs, Damenbart, Haare auf der Brust) führen. Solche Veränderungen sind jedoch selten und hauptsächlich bei veranlagungsbedingt hohem Androgen-Spiegel zu beobachten.

 

Aufgaben der Androgene / Wirkung von Testosteron auf den weiblichen Körper:

  • fördern die Proteinbiosynthese (Eiweißaufbau im Körper)
  • erhöhen den Energieantrieb (Aktivität)
  • fördern das Wachstum und den Muskelaufbau (anaboler Effekt)
  • stimulieren die Stammzellen des Knochenmarks und
    fördern die Bildung roter Blutkörperchen
  • steigert die sexuelle Erregung und sexuelle Aktivität
  • erhöht die Sensitivität der erogenen Zonen und die Häufigkeit der Orgasmen
  • fördern das Stressverhalten (erhöhtes aggressives Verhalten)

 

Symptome von Testosteron-Mangel

  • Abnahme der Libido
  • gestörte Sexualfunktion
  • vermindertes Wohlbefinden
  • Ausdünnung der Schambehaarung

 

Symptome von Testosteron-Überschuss

  • Stimmungsschwankungen
  • Aggressivität
  • Akne
  • verstärkter Haarwuchs im Gesicht
  • tiefere Stimmlage

 

Der Testosteronspiegel sinkt bei der einen Frau in den Wechseljahren, während er bei der anderen steigt.

Auch bei anhaltendem Stress (sowohl physisch als auch psychisch) kann es durch eine Überlastung der Nebenniere zu einem jähen Testosteronabfall kommen.

Das Testosteron spielt nicht nur bei Männern, sondern auch bei Frauen eine nicht unwesentliche Rolle für die Freude an Sex. Durch den schwankenden Hormonspiegel in den Wechseljahren kann es bei Testosteronmangel zu einem empfindlichen Verlust der Libido kommen. Bei anderen Frauen in der Menopause wiederum steigert sich die Freude am Sex, weil sich der Anteil an Testosteron im Verhältnis zum Östrogen erhöht.

Wenn ein Testosteronmangel vorliegt, ist der Gewinn einer Testosteron-Substitution ein erhöhtes sexuelles Interesse, ein besserer Muskeltonus und eine optimistischere Stimmung.

Bei Libidoverlust wird normalerweise in erster Linie ein Testosteron-Mangel vermutet. Aber es ist nachgewiesen, dass bei vielen Frauen der Rückgang der Libido auch auf einem Östrogenmangel beruhen kann, während ihr Testosteronspiegel normal ist.

Auf jeden Fall sollte vor einer Testosteron-Einnahme, z.B. aufgrund Rückgang der Libido, ein Speichel- oder Bluttest auf freies, ungebundenes Testosteron gemacht werden.